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Stundensatz berechnen: was deine Stunde wirklich kosten muss
Stundensatz berechnen im Handwerk: Vom Bruttolohn über produktive Stunden und Gemeinkosten zum Verrechnungssatz – der Rechenweg in vier Schritten.
Kosten vollständig
Lohnnebenkosten, Ausfallzeiten und Gemeinkosten stehen in der Rechnung.
Stunden ehrlich
Du teilst durch verrechenbare Stunden, nicht durch bezahlte.
Gewinn geplant
Wagnis und Gewinn sind ein eigener Posten, kein Rest.
Wer den Stundensatz berechnen will, fängt bei den echten Kosten an. Der Lohn deines Monteurs ist davon nur der erste Posten.
Das Wichtigste in Kürze
- Der Stundensatz muss Lohn, Lohnnebenkosten, Gemeinkosten und Gewinn tragen – auf die produktiven Stunden verteilt.
- Produktiv sind die Stunden, die du verrechnen kannst. Urlaub, Krankheit, Schulung und Leerlauf zahlen die anderen Stunden mit.
- Gemeinkosten wie Büro, Fahrzeuge und Versicherung kommen als Zuschlag obendrauf, sonst zahlst du sie aus der Marge.
- Rechne mit deinen eigenen Zahlen nach – jede Beispielrechnung ist nur der Rechenweg, nie dein Preis.
Inhaltsverzeichnis
Vom Bruttolohn zu den echten Personalkosten
Auf den Bruttolohn kommen Sozialabgaben, Sonderzahlungen und bezahlte Ausfallzeiten. Je nach Land und Branche liegen die vollen Personalkosten deutlich über dem Bruttolohn – die genauen Sätze für deinen Betrieb kennt deine Lohnverrechnung.
Durch produktive Stunden teilen
Ein Jahr hat rund 2.000 bezahlte Stunden je Vollzeitkraft. Urlaub, Feiertage, Krankheit, Schulung und unproduktive Zeit gehen ab. Was bleibt, sind die Stunden, die auf einer Rechnung landen können. Nur durch diese Stunden darfst du teilen – teilst du durch alle, ist dein Satz zu niedrig, und zwar bei jeder einzelnen Stunde des Jahres.
Gemeinkosten und Gewinn aufschlagen
Werkstatt, Fahrzeuge, Versicherung, Software, dein eigener Lohn fürs Büro: Diese Kosten hängen an keiner Baustelle und müssen trotzdem verdient werden. Du legst sie als Zuschlag auf die produktive Stunde um. Danach kommt der Gewinn als bewusste Entscheidung dazu.
In Bauleo hinterlegst du Verrechnungssätze je Person oder Rolle. Kalkulation, Regie und Nachkalkulation rechnen dann mit denselben Sätzen.
Häufige Fragen
Warum wirkt der eigene Stundensatz oft zu hoch?
Weil der Kunde ihn mit einem Bruttolohn vergleicht. Der Satz trägt aber Ausfallzeiten, Büro, Fahrzeuge und Versicherung mit. Wer ihn drückt, arbeitet diese Posten gratis ab.
Wie oft prüfst du den Stundensatz?
Mindestens einmal im Jahr und nach jeder Lohnrunde. Steigen Löhne oder Gemeinkosten und der Satz bleibt, sinkt deine Marge unbemerkt.