Handwerkersoftware im Vergleich: Kriterien, die im Alltag zählen
Handwerkersoftware Vergleich: Nach welchen Kriterien du Programme für deinen Betrieb prüfst, was du in der Demo fragst und woran ein Umstieg scheitert.
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Ein guter Handwerkersoftware-Vergleich beginnt nicht mit einer Funktionsliste, sondern mit deinem Ablauf: Anfrage, Angebot, Baustelle, Rechnung. Das Programm, das genau diesen Weg am einfachsten macht, gewinnt – egal, wie lang die Liste der anderen ist.
Das Wichtigste in Kürze
- Schreib zuerst deinen Ablauf auf und vergleiche Programme daran, nicht an Funktionslisten.
- Die Baustellen-App entscheidet über Erfolg oder Misserfolg: Wenn dein Team sie nicht nutzt, fehlen dem Büro die Daten.
- Prüf DE- oder AT-Pflichten: E-Rechnung, Export zu DATEV oder RZL, Normen und Steuerregeln deines Landes.
- Teste mit einem echten Auftrag in der Demo und rechne die Kosten für dein ganzes Team, nicht nur für einen Platz.
Inhalt
Erst den eigenen Ablauf klären
Bevor du eine einzige Demo buchst, schreib auf einer Seite auf, wie ein Auftrag bei dir läuft. Wer nimmt die Anfrage an? Wer kalkuliert? Wie kommen Stunden und Material von der Baustelle ins Büro? Wo geht heute am meisten Zeit verloren?
Diese Seite ist dein Prüfstein. Jedes Programm muss zeigen, wie es genau diesen Ablauf abbildet. Funktionen, die du nicht brauchst, sind kein Plus, sondern Bedienballast.
Die Kriterien im Überblick
Diese Punkte trennen in der Praxis die Programme, die im Alltag bleiben, von denen, die nach drei Monaten wieder in der Schublade liegen.
- Angebot und Rechnung: eigene Preise, Vorlagen, Abschläge, Nachträge, Mahnung
- Baustellen-App: Zeiten, Berichte, Fotos, Mängel – so einfach, dass jeder sie bedient
- Sprachen: Kann dein Team in der eigenen Sprache arbeiten?
- Controlling: Siehst du Soll und Ist pro Auftrag, während er läuft?
- Länderpflichten: E-Rechnung, Steuerregeln und Export zu DATEV oder RZL
- Datenübernahme: Wie kommen Kunden und Preise aus der alten Lösung herein?
- Ohne Verbindung: Was passiert auf der Baustelle ohne Netz?
- Kosten: Preis pro Nutzer, Zusatzmodule, Einrichtung
- Datenschutz: Serverstandort, Auftragsverarbeitungsvertrag, Exportmöglichkeit
Die Baustellen-App entscheidet
Die meisten Einführungen scheitern nicht im Büro, sondern auf der Baustelle. Ist die App kompliziert, schreibt der Polier wieder auf Zettel, und das Büro tippt ab wie vorher. Teste deshalb mit deinem Team, nicht nur am Schreibtisch.
Gib einem Monteur das Handy und drei Aufgaben: einstempeln, ein Foto zum Bericht, einen Mangel melden. Stoppe die Zeit. Muss er fragen, ist das ein Warnsignal.
Deutschland und Österreich: worauf du achtest
Viele Programme kommen aus Deutschland und bilden Österreich nur am Rand ab. Prüf, ob die Software zu deinem Land passt: Umsatzsteuer und Hinweise bei Bauleistungen zwischen Unternehmern, E-Rechnung im verlangten Format, Export zu deinem Steuerberater (in DE oft DATEV, in AT oft RZL oder BMD) und Feiertage bei Fälligkeiten.
Arbeitest du nach VOB oder ÖNORM, frag konkret nach Abschlägen, Rücklässen und Nachträgen. Ein Programm muss diese Begriffe nicht im Menü tragen, aber die Abläufe dahinter abbilden können.
Fragen für die Demo
Bring in die Demo einen echten Auftrag mit. Dann siehst du, wie das Programm mit deinen Positionen, Mengen und Kunden umgeht.
- Zeig mir den Weg von der Anfrage bis zur bezahlten Rechnung an diesem Auftrag.
- Wie stempelt ein Monteur ein, der kaum Deutsch spricht?
- Wie kommen meine Kundendaten aus der alten Software herein?
- Was kostet es für mein ganzes Team, inklusive Büro und Baustelle?
- Was passiert mit meinen Daten, wenn ich kündige?
- Wer hilft bei der Einrichtung, und was kostet das?
Kosten ehrlich rechnen
Vergleiche nicht den Einstiegspreis, sondern die Monatssumme für deinen Betrieb. Zähl Büroplätze und Baustellen-Nutzer, Zusatzmodule und Einrichtung zusammen. Und rechne die Zeit dazu, die du für den Umstieg brauchst: Daten übernehmen, Vorlagen anlegen, Team einweisen.
Ein Programm, das etwas mehr kostet, aber jeden Freitag zwei Stunden Abtippen spart, ist billiger. Diese Rechnung kannst nur du für deinen Betrieb aufstellen.
Wo Bauleo steht
Wir sind nicht neutral, deshalb hier nur die Fakten: Bauleo ist für Handwerk und Bau mit kleinen und mittleren Teams gebaut, in Deutschland und Österreich. Die Baustellen-App läuft im Handy-Browser in 16 Sprachen, ohne App-Store, braucht zum Speichern aber eine Verbindung. Angebote und Rechnungen schreibst du selbst oder lässt Leo Entwürfe machen. Es gibt E-Rechnung (XRechnung und ZUGFeRD) und den Export nach DATEV oder RZL. Einen Export zu BMD gibt es nicht, und Leistungsverzeichnisse im GAEB-Format liest Bauleo heute nicht ein.
Free gilt für dich als Inhaber allein, mit allen Funktionen. Kunden übernimmst du per CSV, die Einrichtung übernehmen wir kostenlos. Probier es in der interaktiven Demo oder buch einen Termin. Alle Preise findest du unter Preise.
Häufige Fragen
Welche Handwerkersoftware ist die beste?
Die, die zu deinem Ablauf und deinem Team passt. Ein Elektrobetrieb mit Service-Aufträgen braucht anderes als ein Rohbauer mit drei Baustellen. Vergleiche mit deinem eigenen Auftrag statt mit Testsiegerlisten.
Wie lange dauert ein Umstieg?
Das hängt davon ab, wie viele Daten du mitnimmst und wie viele Leute du einweist. Plane mindestens ein paar Wochen für Einrichtung und erste Aufträge ein und stell nicht mitten in der Hochsaison um.
Brauche ich eine eigene App für die Baustelle?
Wenn Stunden, Berichte und Fotos ohne Abtippen ins Büro kommen sollen, ja. Ob sie im App-Store liegt oder im Browser läuft, ist zweitrangig. Wichtig ist, dass dein Team sie wirklich nutzt.
Worauf achte ich beim Datenschutz?
Frag nach dem Serverstandort, dem Auftragsverarbeitungsvertrag und welche Dienste die Software einsetzt, etwa für KI-Funktionen. Und prüf, ob du deine Daten jederzeit exportieren kannst.
Gibt es kostenlose Handwerkersoftware?
Es gibt kostenlose Einstiegsstufen, meist mit Grenzen bei Nutzern oder Funktionen. Prüf, was passiert, wenn dein Team wächst, und was es dann kostet.
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